Slowfood? Piemont? Auf den Spuren der beiden Slowfood-Botschafter
Allgemeine Informationen | 8.1.2026Erwähnte Produkte
Vor 30 Jahren hat Carlo Petrini im Piemont, genau in Vignale del Monferrato, Slowfood International gegründet. Schon mehrmals war ich dort und auch begeistert von dem, was sich entwickelt hat. Und wenn ich so nachdenke wer verkörpert, wer kann "Slowfood" erzählen, wer kann diese Geschichte erzählen, dann fallen mir nur 2 Persönlichkeiten ein die Slowfood so richtig leben und erlebbar mach. Das sind die beiden Bründer und Slowfood Mitbegründer Roberto und Carlo Santopietro "Il Mongetto".
Die beiden haben Slowfood mit Trixi Jandresitz nach Österreich und somit auch nach Kärnten gebracht wo sich auch durch mich, ich halte nichts von falscher Bescheidenheit), sehr viel entwickelt hat.
Roberto Santopietro "Il Mongetto" ist Produzent von Mostarden, Sughi, eingelegten Gemüse, den besten gefüllten Peperonie mit Sardellen und Kapern gefüllt, Marmeladen. Wir, seine Freunde sagen "ZIO" ( Onkel) zu ihm. Weil er so besonders ist.
Am liebsten erzählt er die Geschichte der Sardellen im Piemont. Er liefert mir auch die Sardellen. Ja, es ist die beste Qualität und das schmeckt man auch. Brot, Butter, Sardelle mit etwas Orangenmostarda und den Traubenessig von Josko Sirk aus dem Zerstäuber darüber. Oder Schwiegermutterzunge mit Butter, Bagnetto verde, Sardelle, Olivenöl und den Taubenessig darüber.......
Oder das BIO Lesachtaler Brot vom Peintnerhof (Slowfood Presidio) mit Butter, darauf Radic di Mont (Slowfood Presidio), Sardelle, Orangenmostarda und darüber den Traubenessig von Josko Sirk. Ja für mich ist die Sardelle das spannendste Gewürz. So vielseitig einsetzbar und so gut.
Ja und wer ist eigentlich der Bruder Carlo? Carlo ist der Wissende, der dem Guten auf den Grund geht. Der Belesene. Er führt in Vignale einen Agriturismo. Wunderbares, köstliches, einfaches Essen. Seine Zimmer die er zum Übernachten anbietet sind bescheiden eingerichtet. So wie damals. Damals, als ich noch klein war. Ja bescheiden ist der richtige Ausdruck, kein Luxus aber trotzdem ausgestattet mit viel Herzkraft.
Und durch diese Tür gehts in seinen Weinkeller. Für mich macht Carlo den besten Barbera. Der so richtig gut schmeckt, den man auch lagern kann und den man auch bezahlen kann. Er produziert ja nicht viele Flaschen, aber für mich gibts immer, was und was großartig schmeckt sind seine gelagerten Magnum Flaschen. Jedes Mal ein Hochgenuss auch wenn die Weine schon 20 Jahre gelagert sind. Der Grignolino (den gibts nur im Piemont) schmeckt köstlich.
Ja und Haselnusssträucher hat Carlo auch. Die Haselnüsse gibt er an die Kooperative Corilu weiter, die die besten Haselnüsse veredelt.
Ja, wir haben uns alle aufgemacht ..... Wenn's nur stets so wär! Doch in uns'rer Schnecke Namen haben wir gelegt den Samen für Langsamkeit und Mutter Erde, damit die Welt gerechter werden.